Wie alles begann
Alles hat mit Minecraft angefangen. Vor circa zwei Jahren ist mir die Idee gekommen: Mit meinen Freunden auf einem Minecraft Server spielen, der mehr als 2gb Ram hat und nicht ständig am laggen ist. Außerdem wollte ich einen Server, der 24/7 online ist.
Ich weiß nicht mehr genau, wie es dazu kam – entweder habe ich ein YouTube Video dazu gesehen oder ich habe mit ChatGPT gechattet. In dem Moment war die Idee vom PC im Zimmer als Server geboren.
Mein erstes Projekt
Als ich dann irgendwann das Geld für den PC zusammen hatte, habe ich ihn natürlich gekauft ;). Nachdem er ankam habe ich als aller erstes einen Minecraft Server installiert. Das war vor allem durch die vielen sehr guten und wirklich empfehlenswerten YouTube Tutorials möglich. Auch hier bin ich mir nicht mehr sicher, ob es ein Paper oder Fabric Server war, ich bin mir aber ziemlich sicher das es sehr viel Spaß gemacht hat endlich mit meinem Freunden Minecraft Java spielen zu können ohne immer auf irgendeiner werbeverseuchten Website vorher [starten] drücken zu müssen. Und die Lags sind natürlich auch verschwunden.
Mehr als nur Minecraft
Ich glaube, dass es mit meinem vollen Google Speicher angefangen hat. Ich habe mich gefragt, ob es nicht irgendwo oder irgendwie eine Möglichkeit gibt, kostenlos viel mehr Speicherplatz zu bekommen (Die Stromkosten jetzt mal weggelassen, da ich diese ja nicht selber zahlen musste). Ich habe also auf YouTube danach gesucht und bin auf Nextcloud sowie das SelfHosting Rabbit Hole gestoßen – eine meiner besten Erfahrungen im Internet überhaupt!
SelfHosting
Nachdem ich ein YouTube Tutorial über die Nextcloud Installation gesehen hatte dachte ich mir – das will ich auch! Also habe ich es probiert. Ohne Erfahrungen im Bereich Selfhosting und anstatt von einem Linux Server mit einem Windows PC mit Docker Desktop. Es hat mich ungefähr eine Woche gekostet bis Nextcloud am laufen war. Danach folgten Jellyfin, Immich und AMP, nur um ein paar zu nennen. Natürlich hat das alles nicht einfach so geklappt, ich wusste am Anfang ja z.B. noch nicht wie Domains und Domain Records funktionieren, dabei konnte mir aber ein Nachbar helfen, der sich echt gut mit dem ganzen Thema auskennt.
Von meinem Vater habe ich dann sein altes NAS bekommen, endlich mehr als 1TB SSD Intern, 1TB SSD über USB und eine Festplatte auch von ihm über USB angeschlossen.
Heute
Auf meinem Server laufen viele verschiedene Spieleserver (Minecraft, Satisfactory, Bananashooter )
Außerdem hoste ich viele verschiedene Web Anwendungen und Docker Container sowie Chatting Programme: Jellyfin, Immich, WordPress, TeamSpeak und Gamevox, Matrix etc.
Ich habe sehr viel Spaß dabei, neues zum Thema SelfHosting zu lernen und neues auszuprobieren. Regelmäßig gibts neue Minecraft Server – denn diese sind immer noch so gut wie an Tag 1 und ich bin ein gutes Stück unabhängiger von großen US Konzernen, wie z.B. Microsoft (Dank Nextcloud).
Ich habe meinen Server / mein Setup weiter geupgradet, je mehr Speicher desto besser! 😉
Ich habe nicht vor, hiermit in der absehbaren Zukunft aufzuhören – denn SelfHosting ist zu meinem zurzeit größten Hobby geworden. Du solltest es auch mal ausprobieren, wenn du das nicht auch schon tust!
Mittlerweile läuft der Server seit fast zwei Jahren durchgehend – und ich lerne immer noch jede Woche etwas Neues dazu.
Aus der Idee, einfach mit meinen Freunden lagfrei Minecraft spielen zu können, ist also mit der Zeit ein richtiges Hobby geworden – und Minecraft Server laufen bis heute, gemeinsam mit allem anderen, was seitdem dazugekommen ist.